
Kabarett Casablanca e. V. Bad Ems
Das neue Kultorium ist für uns Geschichte. Mit einem letzten Blick auf das Interieur verabschieden wir uns und sind dankbar, diese Ausweichspielstätte gehabt zu haben. Die Zukunft liegt im Neuen!
Das Kabarett Casablanca zieht wieder ins Badhaus und wird die künftigen Veranstaltungen dank vielfältiger und großartiger Unterstützer an diesem historischen, gleichzeitig aber modernen Ort abhalten können. Das Badhaus wurde im Jahr 1845 errichtet und hat lange Zeit den Kurbetrieb maßgeblich mitgestaltet. Nach langen Umbauarbeiten beherbergt es nun das Restaurant carls und bietet dem Kabarett in Bad Ems eine traditionserhaltende und moderne Heimat.
Wir sind sehr traurig.

Foto: Nina Jörnhs
Kabarett Casablanca verliert prägende Persönlichkeit – Abschied von Elfi Jörnhs
Mit Elfi Jörnhs ist am 1. Juni 2026 nach kurzer, schwerer Krankheit eine Frau verstorben, die das Kabarett Casablanca und damit auch das kulturelle Leben der Stadt Bad Ems über Jahrzehnte hinweg entscheidend mitgeprägt hat. Als Gründungsmitglied, Organisatorin, Ansprechpartnerin, Ideengeberin und zuletzt treibende Kraft hinter den Kulissen hinterlässt sie eine Lücke, die weit über die Grenzen des Vereins hinaus spürbar sein wird.
Gemeinsam mit ihrem Ehemann Friedel Jörnhs sowie Erich Krausbeck und seiner Frau gehörte Elfi Jörnhs zu den Menschen der ersten Stunde des Kabaretts Casablanca. Über viele Jahre wirkte sie dabei eher im Hintergrund. Mit großem persönlichem Einsatz unterstützte sie die Vereinsarbeit und trug dazu bei, dass sich das Kabarett zu einer festen kulturellen Institution in Bad Ems entwickeln konnte.
Nach dem Tod ihres Mannes Friedel stand sie plötzlich vor einer Aufgabe, die sie sich selbst zunächst nicht zutraute. „Das kann ich nicht“, sagte sie damals oft. Doch sie konnte es – und wie.
Sie übernahm Verantwortung, hielt den Kontakt zu Künstlerinnen und Künstlern, unterstützte die Programmgestaltung, organisierte Abläufe, moderierte Veranstaltungen und führte die von Friedel Jörnhs aufgebaute Veranstaltungsstatistik weiter. Schritt für Schritt wurde sie zu einer zentralen Figur des Vereins und übernahm Aufgaben, die man heute durchaus mit einer Intendanz vergleichen kann.
Dabei ging es ihr nie um Anerkennung oder persönliche Aufmerksamkeit. Ihr Ziel war stets, das Kabarett Casablanca lebendig zu halten und für die Zukunft aufzustellen. Gerade in schwierigen Zeiten zeigte sich ihre besondere Stärke. Während der Corona-Pandemie, in den Jahren der Veranstaltungen im Kulturium und bei der Rückkehr ins Badhaus war sie eine wichtige Stütze des Vereins. Gemeinsam mit dem Vorstand und den Mitgliedern suchte sie nach Lösungen, brachte Menschen zusammen und verlor auch in schwierigen Phasen nie den Glauben an die Zukunft des Kabaretts.
Wer Elfi Jörnhs kannte, erinnert sich jedoch nicht nur an ihr Engagement für die Kultur, sondern vor allem an ihre Persönlichkeit. Sie war ein Mensch, der mit ganzem Herzen bei der Sache war. Das galt für ihre Arbeit im Kabarett ebenso wie für ihre große Leidenschaft, das Singen. In mehreren Chören war sie aktiv und nahm mit Begeisterung an Auftritten und Chorreisen teil. Sie liebte es zu reisen, Neues zu entdecken und andere an ihren Erlebnissen teilhaben zu lassen. Viele Wegbegleiter erinnern sich an ihre lebhaften Erzählungen und die beeindruckenden Bilder, die sie von ihren Reisen mitbrachte.
Ihr Fachwerkhaus war ein Spiegel ihres Lebens – voller Erinnerungen an Reisen, den Karneval, das Kabarett und natürlich an ihren verstorbenen Ehemann Friedel. Auch ihr Garten und ihr selbstgemachtes Gelee bleiben vielen Freunden und Bekannten in guter Erinnerung.
Besonders geschätzt wurde ihre Fähigkeit, Menschen zusammenzuführen. Wenn unterschiedliche Meinungen aufeinandertrafen oder Konflikte entstanden, versuchte sie zu vermitteln. Mit ihrer ruhigen, herzlichen und ausgleichenden Art gelang es ihr immer wieder, Brücken zu bauen und Gemeinschaft zu schaffen.
Für das Kabarett Casablanca war Elfi Jörnhs weit mehr als ein Gründungsmitglied. Sie war Herz, Seele und Motor des Vereins. Ihr Einsatz, ihre Herzlichkeit und ihre Leidenschaft haben das Kabarett über Jahrzehnte geprägt und werden unvergessen bleiben.
Das Kabarett Casablanca verliert mit ihr eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Viele Mitglieder verlieren eine gute Freundin, eine Ratgeberin und einen Menschen, der stets das Wohl der Gemeinschaft im Blick hatte.
Ihr Andenken wird im Verein, auf der Bühne des Kabaretts Casablanca und im kulturellen Leben der Stadt Bad Ems weiterleben.
Liebe Elfi, die Bühne wird weiterleben – so, wie Du es Dir immer gewünscht hast. Aber ein Platz auf ihr wird für immer Dir gehören.
Für den Kabarett Casablanca e.V. Bad Ems
Oliver Krügel
Samstag, 15.08.26
Robert Griess – „Natürliche Intelligenz, letzter Versuch“
Badhaus, Römerstraße 41a, 56130 Bad Ems (Restaurant carls)
Beginn: 20:00 Uhr Einlass: ab 19:00 Uhr
Eintritt: 19,45/23,-/25,20/28,50 €
Der Eintrittspreis enthält die Vorverkaufsgebühr und die Mehrwertsteuer (Ticket Regional erhebt zusätzlich eine Servicegebühr.)
Tickets über www.ticket-regional.de/kabarett-casablanca, an allen Vorverkaufsstellen (z.B. Touristik Bad Ems – Nassau) sowie die tel. Hotline 0651 / 97 90 777
Die Abendkasse ist für Restkarten geöffnet.

VORSCHAU:
12.09.2026 René Sydow / Sie dürfen sich wieder setzen
10.10.2026 Matthias Brodowy / Sachen gibt’s
28.11.2026 Alfred Mittermeier / Leise rieselt der Schmäh
Vorstand
| Vorsitzender: | Oliver Krügel |
| Stellvertretender Vorsitzender: | Lutz Zaun |
| Schatzmeisterin: | Bianca Braun |
| Schriftführer: | Stephan Heger; info@kabarett-casablanca.com |
| Künstlerischer Beirat: | Elfi Jörnhs Josef Winkler |
| Beisitzerin: | Ursula Klein |
Kontakt
Kabarett Casablanca e. V., Bad Ems
Mercurstraße 1
56130 Bad Ems
Ansprechpartner
Stephan Heger
E-Mail: info@kabarett-casablanca.com
